Kategorie: Kartographie

  • Standortkarte

    Im Forstbereich bezeichnet der Begriff Standort die Gesamtheit der natürlichen Umweltbedingungen eines Waldbestandes – insbesondere die Bodenbeschaffenheit sowie Klima- und Wasserverhältnisse.

    Eine Standortkarte stellt diese Eigenschaften kartografisch dar. Sie zeigt also nicht nur die Lage im Wald, sondern vor allem die unterschiedlichen forstlichen Standorte eines Gebietes.

    Zu den dargestellten Standortfaktoren gehören beispielsweise:

    • Bodenart (Sand, Lehm, Ton usw.)
    • Nährstoffgehalt des Bodens
    • Feuchtigkeit bzw. Wasserhaushalt
    • Humusform
    • Durchwurzelbarkeit
    • Höhenlage und Exposition
    • Klimaeinflüsse

    Die Standortkarte dient dazu,

    • geeignete Baumarten auszuwählen,
    • das Wachstumspotenzial eines Standortes einzuschätzen,
    • Aufforstungen zu planen,
    • Waldschäden vorzubeugen und
    • eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherzustellen.

    Kurz gesagt:
    Eine forstliche Standortkarte beschreibt die ökologischen Bedingungen des Waldbodens und des Standortes als Grundlage für die Waldbewirtschaftung.

  • Forsteinrichtungskarte

    Eine Forsteinrichtungskarte ist eine Arbeits- und Übersichtskarte der Forstplanung. Sie stellt die Ergebnisse der Forsteinrichtung – also der langfristigen Planung und Inventur eines Waldes – grafisch dar.

    Auf der Karte werden die einzelnen Waldbestände und ihre wichtigsten Merkmale eingezeichnet. Dazu gehören zum Beispiel:

    • Abteilungs- und Bestandesgrenzen
    • Baumarten
    • Alter der Bestände
    • Bestockungsdichte
    • Holzvorrat
    • Wege, Straßen und Gewässer
    • Schutzflächen oder besondere Nutzungen

    Die Forsteinrichtungskarte dient dazu,

    • den Wald nachhaltig zu bewirtschaften,
    • Hiebs- und Pflegemaßnahmen zu planen,
    • Holzvorräte zu erfassen,
    • Aufforstungen vorzubereiten und
    • einen Überblick über den gesamten Forstbetrieb zu erhalten.

    Sie ist damit ein wichtiges Planungsinstrument für Förster und Waldbesitzer.